©Klaus Mai
Tierärztin für Zahnheilkunde
ADVERTORIAL Zahnprobleme bei Katzen werden häufig übersehen – denn anders als wir zeigen Katzen Schmerzen so gut wie nie. Dabei kann eine gute Zahngesundheit die Lebensqualität enorm verbessern. Wir haben mit Frau Dr. med. vet. Caroline Weber, Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung Zahnheilkunde für Klein- und Heimtiere, Praxisinhaberin der Darmstädter »Kleintierpraxis im Zentrum« über häufige Zahnprobleme, Behandlungsmethoden und Vorsorge gesprochen. FRIZZmag: Frau Dr. Weber, warum ist die Zahngesundheit bei Katzen so wichtig – viele Halter merken ja garnicht, wenn etwas nicht stimmt? Dr. Caroline Weber: Genau das ist das Problem. Katzen zeigen Schmerzen sehr subtil. Sie fressen oft weiter, auch wenn sie starke Zahnschmerzen haben. Chronische Entzündungen im Maul können die Organe belasten und die Lebensqualität deutlich verschlechtern. Gesunde Zähne sind daher ein wesentlicher Baustein für ein langes, glückliches Katzenleben. Welche Zahnprobleme treten bei Katzen am häufigsten auf? Die häufigsten sind: FORL (Feline Odontok-lastische Resorptive Läsionen): Das ist eine Erkrankung, bei der die Zahnsubstanz »von innen heraus« aufgelöst wird. Sehr schmerzhaft! Zahnstein und Zahnfleischentzündung (Gingivitis): Oft Beginn einer Parodontitis. Stomatitis oder Gingivostomatitis: Eine massive Entzündungsreaktion des Immunsystems im Maul. Frakturen / abgebrochener Zahn: Besonders bei Sturz oder Trauma. Wie erkennen Katzenhalter, dass ihre Katze Zahnschmerzen hat? Die Anzeichen sind oft unscheinbar: Schmatzen, Kopfschütteln bzw. -schiefhaltung, vermehrtes Speicheln; Übler Maulgeruch; Zahnfleischrötung oder Blut am Spielzeug; Futter wird geschluckt statt gekaut; Verhaltensänderung: Rückzug, weniger Spielen, Aggressivität. Wenn man eines dieser Symptome sieht, sollte man unbedingt zum Tierarzt gehen. Was passiert bei einer professionellenZahnbehandlung? Zunächst erfolgt unter Narkose eine gründliche Untersuchung, denn nur so können wir alle Zähne inklusive der Zahnwurzeln beurteilen. Dazu gehört auch ein Dentalröntgen, ohne das eine korrekte Diagnose kaum möglich ist. Anschließend wird der Zahnstein entfernt, Zähne gereinigt und bei Bedarf erkrankte Zähne gezogen. Die Narkose ist heutzutage sehr sicher – die meisten Katzen sind nach wenigen Stunden wieder wach und fit. Wir arbeiten mit den modernsten Geräten, um die sicherste Narkose mit der bestmöglichen Patientenüberwachung zu gewährleisten. Hierfür begleitet eine eigene Anästhesistin die OP. Viele Halter haben Angst vor einer Narkose. Ist das berechtigt? Eine gesunde Katze übersteht eine gut überwachte Narkose in der Regel problemlos. Vorher sollte ein Blutbild gemacht werden, um Risikofaktoren auszuschließen. Das größere Risiko ist, eine Zahnbehandlung nicht durchzuführen – denn chronische Schmerzen oder Entzündungen können lebenslanges Leiden verursachen. Ich habe auch viele geriatrische Patienten, die nach einer erfolgreichen Zahnbehandlung nochmal richtig aufblühen. Was kann man zu Hause zur Zahnpflege tun? Ideal ist Zähneputzen – aber das schafft nicht jede Katze. Alternativ gibt es: Spezialfuter zur Zahnpflege, Zahnreinigungsspielzeuge oder dentale Zusatzstoffe im Trinkwasser. Aber: Nichts ersetzt die professionelle Kontrolle beim Tierarzt. Mindestens einmal im Jahr sollte das Gebiss überprüft werden – bei älteren Katzen sogar alle sechs Monate. Was ist Ihr wichtigster Ratan Katzenhalter? Beobachten Sie Ihre Katze genau. Wenn sie plötzlich ruhiger wird oder anders frisst, steckt oft mehr dahinter als »nur Alter«. Zahnprobleme sind häufig – aber gut behandelbar. Eine frühzeitige Diagnose kann viel Leid verhindern. Haben Sie ein schönes Beispiel aus der Praxis? Ja, eine 12-jährige Katze kam mit starkem Mundgeruch und Fressunlust. Nach einer Zahnbehandlung mit Entfernung mehrerer FORL-geschädigter Zähne frisst sie wieder gut, spielt und ist deutlich aktiver. Die Halter sagten: »Wir haben unsere Katze zurückbekommen.« Das höre ich sehr oft – und das zeigt, wie viel Lebensfreude im Maul steckt. Vielen Dank, für das informative Gespräch! Zahnprobleme bei Katzen sind kein Randthema – sie sind weit verbreitet, aber behandelbar. Wer aufmerksam ist und regelmäßige Untersuchungen zulässt, kann seiner Katze viele schmerzfreie Jahre schenken. Kleintierpraxis im Zentrum Wilhelm-Glässing-Str. 2, Darmstadt Tel.: 0 61 51 / 2 111 2 E-Mail: info@kleintierpraxis-im-zentrum.de WEBSEITE
