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Liliengelaber
Was soll man von dieser Saison halten? Bis zum 23. Spieltag überragend, 45 Punkte, 2. Platz, lediglich 2 Niederlagen. reißt Die Serie von 13 ungeschlagenen Spielen Folge reißt am 24. Spieltag in Dresden. Zwar folgt unmittelbar ein Heimsieg gegen Kiel, dann aber hagelt es 9 sieglose Spiele. Nur 2 Punkte in 4 Heimspielen gegen die direkten Aufstiegsmitbewerber sind bitter, bedenklicher aber die Pleiten bei den Teams im unteren Drittel: nur 2 Punkte in 5 Auswärtsspielen, selbst beim Letzten reichts trotz Überzahl nur zum Remis. Die Lilien haben der Energie und dem Willen der Abstiegskämpfer wenig bis nichts entgegenzusetzen. Dem Albtraum-April mit 1 Punkt in 4 Spielen folgt ein mieser Mai mit nur 1 Punkt in den 3 letzten Saisonspielen. Im Einzelnen: Erster Maisonntag, nächste Auswärtspleite in Karlsruhe. Der KSC insgesamt das bessere Team geht mit einem Freistoß in der 58. in Führung, die Lilien gleichen durch Lidberg in der 70. eher aus dem Nichts aus. Doch der KSC markiert in der 86. das 2:1 und rettet sich auch theoretisch vor dem Abstieg. Für die Lilien reichts auch theoretisch nicht zu mehr als Platz 5. Auch beim nach dem Spiel feststehenden Absteiger Münster gelingt den Lilien - trotz über einer Stunde Überzahl - kein Sieg. Preußen geht in der 8. in Führung, als der gerade verletzte Pfeiffer noch nicht ersetzt ist. Lidberg gleicht in der 15. aus, verschießt dann allerdings in der 38. einen Elfer. Final bleibts damit beim 1:1. Nach dem 8. Spiel in Folge ohne Sieg ist sogar noch Platz 5 in Gefahr. Enttäuschung auch beim Finale, 2. Heimniederlage der Saison, 0:2 gegen Paderborn. Der SCP geht in der 6. in Führung und lässt bis zur Pause nix anbrennen. In der 2. Hälfte sind die Lilien besser, bringen den Ball aber maximal ans Aluminium. Das schafft auch der Gast per Foulelfmeter, sichert sich dann aber in der 89. nach Konter und Abwehrfehler den Sieg. Weil Hannover erneut zu Hause patzt, springt Paderborn auf den Relegationsplatz und gewinnt 2 Bonusspiele gegen Wolfsburg. Die Lilien bleiben auf Platz 5, weil Hertha BSC in Bielefeld ne Klatsche kriegt. Immerhin: Ein würdiger Abschied für Fabian Holland, der noch mal als Kapitän aufläuft und bei seiner Auswechslung in der 67. von allen gefeiert wird. Was bleibt unterm Strich? Mindestens ein mulmiges Gefühl, es ist der 2. Einbruch in den letzten 2 Rückrunden. Lags an der Verletztenmisere? Auch das hätte ja nicht nur „externe“ Gründe. Am Trainer liegts, so denken zumindest die SVD-Entscheider, nicht, sonst hätten sie nicht den Vertrag mit Kohfeldt verlängert. Ergo: Der Trainer bleibt, Schlüsselspieler werden gehen, neue kommen. Bleiben wir positiv: Der SVD sollte sich über eine insgesamt gute Saison freuen, wer weiß, wie gut die nächste wird. Oh Lilie, oh Lilie, oh Lilie!
