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Annette Hempel
Die letzten vier Wochen im Hause Hempel waren bestimmt von Hilfe suchen und Unterstützung finden – ja, diesmal waren wir es, war ich es, die Hilfe brauchte. Vielleicht können Sie sich vorstellen, dass Menschen, die meistens für andere da sind, sich etwas schwerer damit tun, auf einmal in der Position zu sein, selbst Hilfe zu benötigen? Ich war sowohl auf geschäftliche Beratung als auch persönliche Begleitung und sogar medizinische Hilfe angewiesen – ja, es war viel los. Dabei sind stillhalten und andere etwas für mich machen lassen, während ich geduldig warte, nicht meine Stärke. Ich bin sonst die, die führt und begleitet, die Fragen stellt und zuhört, Dinge strukturiert und einordnet. Jetzt war ich gefordert, ins Vertrauen zu gehen, dass andere ihr Geschäft verstehen und das Richtige richtig machen. Andere waren für mich da und dachten über meine Anliegen nach, stellten Fragen und sorgten dafür, dass ich gut begleitet und nicht alleine durch die stürmischen Gewässer manövrieren musste. Und es gibt gute Nachrichten: Stand heute ist alles gut und glimpflich abgelaufen – alles wurde geklärt, abgeklärt und beseitigt. Ich bekam angemessene Hilfe zum Zeitpunkt, an dem ich sie gebraucht hatte. Ich bin dafür sehr dankbar, wirklich sehr! Es ist nicht selbstverständlich – auch wenn es der Beruf von anderen Menschen ist, in solchen Situationen da zu sein: mit Bedacht, Freundlichkeit, Geduld und Rat sowie mit konkreter Hilfe und Begleitung für mich und meine Familie! Es ist ein Glücksfall, dass es solche Menschen gibt und wir in diesen wirklich guten Strukturen leben dürfen, in denen wir Hilfe bekommen. Sofort und professionell. Ich merke, wie mir diese Dankbarkeit guttut und ich die Haltung mag, all das nicht als selbstverständlich hinzunehmen, sondern es entsprechend würdigen zu können. Deswegen habe ich mir vorgenommen, noch achtsamer zu sein und häufiger auf das zu schauen, wofür ich dankbar sein kann – auch jenseits von solchen außergewöhnlichen Situationen. Vielleicht möchten Sie heute einen Moment innehalten und sich fragen: „Wofür bin ich dankbar?“
