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90 Jahre Dalai Lama
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90 Jahre Dalai Lama
Das Weitsicht-Festival 2026 wird am 30. Oktober von Manuel Bauer eröffnet. Der persönliche „Leibfotograf“ des Dalai Lama zeichnet ein außergewöhnlich intimes Porträt und gibt Einblicke in die Geschichte Tibets und das Leben im Exil.
Kein anderer Fotograf hat den Dalai Lama über so viele Jahre hinweg so intensiv begleitet wie Manuel Bauer. In seinem Vortrag „90 Jahre Dalai Lama – 35 Jahre Fotografie“ nimmt er das Publikum mit auf eine sehr persönliche Reise durch die Lebensgeschichte des 14. Dalai Lama – mit einzigartigen Bildern, bewegenden Anekdoten und fundiertem Wissen.
Als junger Mann lernte der Schweizer Fotograf den Dalai Lama über einen älteren Journalisten bei einer Dokumentation der tibetischen Exilgemeinde in Indien kennen. Aus dieser ersten und den vielen weiteren Begegnungen entwickelte sich eine jahrzehntelange Verbindung und Bauer begleitete den Dalai Lama auf Dutzenden Reisen rund um die Welt.
„Meine Motivation war immer politisch – die Ungerechtigkeit durch die Besetzung Tibets und dass Tibet nicht in Vergessenheit gerät“, sagt Bauer. Nach zehn Jahren fragte er den Dalai Lama, ob er ihn noch intensiver dokumentieren dürfe: als Menschen im Alltag, nicht nur als spirituelles Oberhaupt. „Es ist ein riesiges Privileg, solch einen hoch entwickelten Menschen mit seinem Denken, Handeln und seiner Motivation so nahe und so lange beobachten zu können. Inzwischen kenne ich jede seiner Gesten“.
Der Dalai Lama gewährte ihm Einblicke wie kaum einem anderen Fotografen. Besonders beeindruckt Bauer seine Authentizität: „Er ist ganz er selbst – und das in jeder Situation. Das basiert auf einem Training, das er seit seiner Jugend praktiziert. Immer wieder reflektiert er, ob sein Handeln von Mitgefühl bestimmt wird.“ Gleichzeitig verfügt der Dalai Lama über einen besonderen, ganz natürlichen Humor.
Im Vortrag berichtet der international ausgezeichnete Fotograf auch von der Besetzung Tibets durch die Volksrepublik China und die Flucht des Dalai Lama nach Indien. Das Publikum ist dabei, wenn der Dalai Lama in der Mongolei Zehntausende in den Buddhismus einführt, Tempel in Japan besucht oder im Central Park in New York über Nächstenliebe spricht.
„Das Ziel der Reportage war, ein visuelles Archiv als Wissensschatz für künftige Generationen zu schaffen. Auch glaube ich, dass Ikonen – Vorbilder – wie der Dalai Lama uns Kraft spenden können“. Das eigentliche Herz des Vortrages sind die Botschaften des Dalai Lama: Er zeigt uns den Weg zum inneren Frieden und wie dieser zum Frieden in der Welt führt.
Das sagt der Dalai Lama über Manuel Bauer: „Ich bewundere nicht nur seinen Beruf, das Fotografieren, ich bewundere ihn auch als Menschen. Er ist ein sehr netter Mann, aufrichtig und bescheiden. Ich denke, er hat eine ganz reine Geisteshaltung. Er ist für mich ein echter Freund.“
30. Oktober, 19.30 Uhr, darmstadtium Darmstadt WEBSEITE
