©Matthias Hildebrand, ©Kunsthalle Darmstadt, VG Bild-Kunst, Bonn, 2025
Kunsthalle Darmstadt
Gudrun Petersdorff, Flamenco-Tänzerin, 1987–89
Eine ungewöhnliche und überraschende Zusammenschau – zumal für Darmstadt. Der Kenner der Darmstädter Kulturgeschichte weiß allerdings auch um das kulturelle Aufstreben Darmstadts nach dem Zweiten Weltkrieg, das nach kriegsgebeutelten Jahren auf einen Lichtblick in die neue Zeit hindeutete. Viele Verbindungen gab es in dieser Zeit zu den Künstlerinnen und Künstlern der ehemaligen DDR. León Krempel, der Direktor der Kunsthalle Darmstadt, Kurator und Ideengeber der aktuellen Ausstellung sowie die Co-Kuratoren, der Schriftsteller Kurt Drawert (Zentrum für Neue Literatur) sowie Thomas Schäfer und Sylvia Freydank (Internationales Musikinstitut), wagten das Gemeinschaftsprojekt, das für den Betrachter nicht immer auf Anhieb nachvollziehbar ist. Es stellte sich vor allem die Frage, wie man die Künstler präsentieren und in den Kontext von Literatur und Musik stellen sollte. Die neben den Bildern gehängten literarischen Stücke drängen zunächst einen Zusammenhang auf, der allerdings nicht beabsichtigt ist, wie man später hört. Die Suche nach der Verbindung von Text und Bild überlassen die Kuratoren der Kreativität des Betrachters. Verbindungslinien sind ebenso zwischen den frühen Entwicklungsjahren in den Fünfzigern des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart zu finden. Dort begegnen uns Namen, die schon Anfang der Fünfziger auf der Liste der Künstler bei den Ferienkursen für Neue Musik auftauchen. Es gelingt nicht immer, Poesie, Neue Musik und Malerei in Einklang zu bringen. Lücken bleiben bestehen und warten auf Antworten. Man sollte für die Ausstellung Zeit mitbringen, auch ab und zu in die angebotene Musik reinhören, um die Botschaft der Ausstellung und unterschiedliche Positionen nachvollziehen zu können. Weitere Infos: ZUR WEBSEITE
