Er ist ein wahres Multi-Laughing-Talent. Der einstige Stadionsprecher des »SV Darmstadt 98«, Mitbegründer des Darmstädter Radiosenders »RadaR« und Gewinner des »Quatsch Comedy Club Hot Shot«-Wettbewerbs bringt ab dem 18. September sein zweites Programm »Hesskalation« an den Start und sorgt für reichlich Lachkrämpfe. FRIZZmag hat mit dem gewitzten, zu allem Überfluss in Offenbach geborenen Comedian über »Mähsud«, seinen Mähroboter gesprochen, der eine wichtige Rolle in seiner neuen Show spielt.
FRIZZmag: Peter, viele kennen Dich noch als Stadionsprecher der Lilien. Heute stehst Du als Comedian auf der Bühne. Wie kam’s dazu? Peter Kunz: Ich war 15 Jahre Stadionsprecher am Böllenfalltor und hab das Mitte der 2010er auslaufen lassen. Mir hat aber die Bühne und das Mikrofon auf Dauer gefehlt. Und da ich glücklicherweise kein Lampenfieber hab, hab ich Anfang 2018 gesagt: »Ich bin jetzt Comedian«. Das war natürlich völlige Selbstüberschätzung (lacht). Ich dachte: »Mit 20 Jahren Bühnenerfahrung gehst du raus und die Leute lachen«. Aber ich hatte keine Ahnung, wie das funktioniert. Die ersten 100 Auftritte waren hart – vor allem fürs Publikum. Deine erste Bühne war also das Stadion? Genau, aber ich hab vorher schon viel gemacht – unter anderem 1996 »Radio Darmstadt« mitgegründet. Ab 1998 war ich beim ARD-Hörfunk. Und dann hab ich von 1998 bis 2005 für Gerhard Schröder moderiert und ihn auf seine Wahlkämpfe begleitet – als er noch okay war (lacht). Von 1998 bis 2013 war ich dann Stadionsprecher bei den Lilien. Wie waren Deine ersten Schritte als Comedian? Learning by Burning! Der Anfangsweg war steinig. Ich stand auf offenen Bühnen und trat bei Open Mics auf. Da trittst du auf und löst eine Blueskapelle ab, die zuvor vor zehn Leuten gespielt hat. Danach geht die Blueskapelle ins Publikum und du stehst auf der Bühne. Und keiner lacht. Wenn ich fünf lustige Minuten Programm hatte, war das schon viel. Ich nahm einfach die Stellen, an denen die Leute gelacht haben. Den Rest hab ich im Müll entsorgt und weiter gemacht. Und so arbeite ich heute noch! So setzt sich Stück für Stück ein neues Programm zusammen. Wann war Dein erster Durchbruch? Das war 2020, zusammen mit Luca Brosius, dem deutschen «Mr. Bean«. Wir hatten beide ein halbes Programm und haben die »Kunz & Brosius Show« ins Leben gerufen – mitten in der Corona-Pandemie, vor Leuten mit Atemmasken und Luftfiltern. Aber das war der große Durchbruch. Wir standen auf allen etablierten Bühnen in der Region, auch in Köln und Stuttgart. Danach kam Dein erstes Solo, richtig? Ja, Ende 2023 hab ich mein erstes Solo auf die Bühne gebracht: »Akzeptanz durch Penetranz«. Das hab ich zwei Jahre gespielt. Und damit auch alle meine Stand-Up-Comedy verstehen, hab ich gesagt, ich mach keine hessische Mundart-Comedy. Klar, gucke ich durch die hessische Brille, aber eben auf mal Hochdeutsch, damit auch die Berliner oder Hamburger über mein Programm lachen können. Meine Hessen-Fans kommen aber trotzdem nicht zu kurz. – Mein wiederkehrendes Social-Media-Format »Hessisch für Anfänger« kommt bei meiner Community aus der Region richtig gut an. Im September startet Dein neues Programm »Hesskalation«. Worum gehts? »Hesskalation« ist eine Mischung aus Hessen und Eskalation. Der Hesse ist ja grundsätzlich ganz entspannt. Aber es gibt halt ein paar Sachen, die dann den Bembel zum Überlaufen bringen: Zum Beispiel, wenn einer Äppelwoi mit Cola bestellt oder sagt: »Ich lass mein Essen zurückgehen, die grüne Soße ist kalt«. Wenn man dann so handwerkliche Fehler macht, dann kann es natürlich sein, dass der Wirt einen direkt mit dem Gerippten erschlägt. Und das werden wir alles in meiner neuen Show besprechen. Hast Du ein Markenzeichen? Nein, ein Markenzeichen hab ich nicht. Ich bin jetzt nicht Paul Panzer oder Atze Schröder. Die Figur auf der Bühne ist relativ nah an der Figur, die ich selbst bin. Wenn ich samstags im Supermarkt mit meiner Frau einkaufen gehe und mich mit Leuten unterhalte, dann kann es passieren, dass diese an der Käsetheke eine Flash-Performance kriegen, weil mir gerade was Lustiges eingefallen ist. Die Leute finden in der Regel Comedians gut, die nah an ihrer eigenen Lebenswirklichkeit sind. Ich brauche zum Beispiel nicht vor Studenten aufzutreten, um ihnen zu erzählen, dass ich morgen zu einem WG-Casting gehe. Das glaubt mir ja kein Mensch! Anders ist es, wenn ich Geschichten über meinen Mähroboter bringe. Die Leute, die im Leben stehen und selbst so ein Ding besitzen, wissen auch, dass der automatische Rasenmäher ein vollwertiges Familienmitglied ist. Dann hat Dein Mähroboter sicherlich auch einen Namen, oder? Ein Mähroboter, das ist ja ein Roboter, der schneidet, also wollten wir ihn »Robert Schneider« nennen. Letzten Endes haben wir uns aber doch für »Mähsud« entschieden. Den dürft ihr übrigens in meiner neuen Show näher kennenlernen! Alle Tour-Daten
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Bitte sende eine E-Mail mit deinem vollständigen Namen und Kontakt an E-Mail Kontakt. Betreff: Peter Kunz »Hesskalation« Einsendeschluss: 30.9. Die Gewinnbenachrichtigung erfolgt per E-Mail.
