Das neue Rechenzentrum FRA20 wächst in Frankfurt-Fechenheim aus dem Boden und entwickelt sich zu einem Baustein, der den ohnehin dynamischen Digitalstandort neu sortiert. Während Bagger ihren Weg über das frühere Gewerbegelände finden, entsteht ein Projekt, das nicht nur zusätzliche Serverflächen schafft, sondern den technologischen Puls einer Region einfängt, die seit Jahren im Takt steigender Datenströme schlägt. Kaum verwunderlich, denn digitale Dienste dehnen sich in nahezu alle Lebensbereiche aus, was die Nachfrage nach Rechenleistung auf einem Niveau hält, das für Investoren wie Digital Realty kaum ignorierbar ist. Digital Realty baut den Standort in Fechenheim weiter aus Frankfurt zählt schon lange zu den bevorzugten Adressen für Rechenzentrumsbetreiber. Ein wesentlicher Faktor dafür ist die Nähe zu DE-CIX, einem der größten Internetknoten weltweit. Dieser Vorteil erzeugt eine Sogwirkung, die Investoren regelmäßig dazu bringt, freie Flächen genau zu betrachten. Der Digital Park Fechenheim bildet dabei eine Art Magnetfeld, das strategisch ideal positioniert ist. Dadurch lässt sich der Ausbau von FRA20 gut in ein größeres Wachstumsbild einordnen, in dem die Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur, datenhungrigen Anwendungen und KI-gestützten Diensten kontinuierlich steigt. Hinzu kommt die Ausbreitung digitaler Angebote in viele Alltagsbereiche. Dazu zählt auch das Glücksspiel, das längst nicht mehr auf stationäre Geräte angewiesen ist. Egal ob für Smartphone oder Tablet, die Angebote lassen sich mobil von überall aus wahrnehmen und ermöglichen eine äußerst flexible Nutzung. Rechenzentren wie FRA20 schaffen dafür die Grundlage, weil sie schnelle Anbindungen und verlässliche Infrastruktur bereitstellen. Ein Gelände mit Geschichte und Zukunft, das den Wandel sichtbar macht Das Areal in Fechenheim bringt einen besonderen Charakter mit. Einst bewegte sich hier die Logistik der Versandwelt, denn es ist das frühere Neckermann-Gelände, das lange Zeit ein steinerner Zeuge des deutschen Handels war. Nun verändert sich der Ort, da Digital Realty in diese weitläufige Fläche investiert und dem Areal einen modernen Zweck verleiht. Der Standort entlang der Hanauer Landstraße bietet reichlich Platz, was in einer Stadt, die oft um jeden Quadratmeter ringt, keine Selbstverständlichkeit darstellt. Gleichzeitig liegt Fechenheim verkehrsgünstig, was Bau, Betrieb und Versorgung erleichtert. Hinter diesem Projekt steckt also nicht nur die Planung eines einzelnen Rechenzentrums. Vielmehr entsteht die Transformation eines historischen Ortes, der sich in den kommenden Jahren tief in die digitale Infrastruktur Frankfurts einfügt. Wo früher Pakete sortiert wurden, entstehen nun Räume für Maschinenintelligenz und anspruchsvolle Cloud-Umgebungen, die mit beeindruckender Geschwindigkeit wachsen. Diese Dimensionen erreicht FRA20 Die Beschäftigung mit Rechenzentren zeigt schnell, dass physische Größe nur einen Teil des Gesamtbildes darstellt. Entscheidend ist die Leistungsfähigkeit und die Fähigkeit moderner Infrastrukturen, mit anspruchsvollen Anwendungen mitzuwachsen. FRA20 soll rund 8.100 Quadratmeter IT-Fläche bereitstellen, ein Areal, das für hohe Leistungsdichten vorbereitet wird. Die geplante IT-Leistung von etwa 16 Megawatt verdeutlicht die Ambition hinter dem Projekt. Diese Ausrichtung zielt auf Dienste, die enorme Rechenleistung benötigen, etwa KI-Modelle oder komplexe Datenanalysen, deren Umfang täglich zunimmt. Gleichzeitig entsteht eine Umgebung, die Cloud-Architekturen stabile Grundlagen bietet. Unternehmen, die global agieren und flexibel skalierbare Lösungen benötigen, finden hier eine passende Infrastruktur. FRA20 entwickelt sich somit zu einem wichtigen Puzzlestück in einem Markt, der immer seltener nach kleinen Einzelstrukturen fragt. Stattdessen wächst der Bedarf nach großen digitalen Räumen, die künftige Entwicklungen mühelos auffangen. Zeitplan bis 2027 und die Etappen, die den Campus formen Der Bau von FRA20 folgt einem klar strukturierten Ablauf, der bereits durch den ersten Spatenstich sichtbar wurde. Der Zeitplan sieht vor, dass die erste Ausbaustufe im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen soll. Darauf aufbauend werden weitere Abschnitte des Digital Park Fechenheim ergänzt. Diese Planung ist Teil eines umfassenden Campuskonzepts, das langfristig bis zu elf Rechenzentren umfasst. Dadurch arbeitet die Infrastruktur nicht isoliert, da sie sich in einem vernetzten Gefüge weiterentwickelt, das sich gegenseitig stärkt. Im Ergebnis entsteht ein Knotenpunkt, der Datenströme effizienter verteilt und Kapazitäten bündelt. Das ist besonders bedeutsam für Unternehmen, die niedrige Latenzen sowie hohe Netzwerkdichte benötigen. Die Entwicklung bis 2027 lässt sich daher gut als Etappe in einem längeren Prozess betrachten, in dem aus vielen Teilbereichen ein durchgängiges digitales Ökosystem wächst. Nachhaltigkeit, Energieversorgung und Kühltechnik prägen das Projekt Moderne Rechenzentren hängen nicht allein von ihrer Leistung ab, denn Umweltbewusstsein spielt eine zentrale Rolle, weshalb Digital Realty bei FRA20 auf Strom aus erneuerbaren Quellen setzt. Die Kühltechnik erhält ebenfalls besondere Aufmerksamkeit, da hohe Leistungsdichte Wärme erzeugt, die zuverlässig abgeführt werden muss. Innovative Kühlarchitekturen ermöglichen dies mit deutlich geringerem Energieverbrauch, was sowohl Ressourcen schont als auch Betriebskosten senkt. Nachhaltigkeit wird dadurch zu einem Fundament des gesamten Projekts. Die Entwicklung in Fechenheim zeigt, dass technische Leistungsfähigkeit, Wissenschaft und ökologische Verantwortung harmonisch zusammenfinden können, ohne sich einzuschränken. Zusätzlich fließen Überlegungen ein, die den Wasserverbrauch verringern und die Abwärme perspektivisch nutzbar machen, etwa für angrenzende Quartiere oder andere Infrastrukturprojekte. Diese Form der Weiternutzung gewinnt zunehmend Bedeutung, da sie Energieflüsse rückkoppelt und lokale Kreisläufe stärkt. Gleichzeitig wird die Architektur des Gebäudes so gestaltet, dass sie nicht nur funktional, sondern auch energieoptimiert wirkt. Damit entsteht ein Rechenzentrum, das als Blaupause für kommende Projekte dienen kann und zeigt, wie ein technologisches Großvorhaben weit mehr als reine Rechenleistung anbieten kann. Wachsende Rechenleistung als Fundament der digitalen Wirtschaft Ein Blick auf FRA20 verdeutlicht die Bedeutung leistungsfähiger Rechenzentren für wirtschaftliche Entwicklungen. Frankfurt zählt zu den stärksten digitalen Standorten Europas und zieht seit Jahren Unternehmen an, die ihre Dienste nah an vernetzten Strukturen ansiedeln möchten. Die zunehmende Verbreitung von KI und datenintensiven Anwendungen schafft einen Bedarf, der mit traditionellen Serverräumen kaum abgedeckt werden kann. Rechenzentren wie FRA20 bieten deshalb einen Unterbau, auf dem digitale Plattformen reibungslos laufen. Sie halten die technologischen Abläufe im Hintergrund stabil, während im Vordergrund Anwendungen entstehen, die hohe Rechenkapazität voraussetzen. Dieser Ausbau verleiht dem Standort eine robuste Basis, die sich weit über Frankfurt hinaus bemerkbar macht. Zusätzlich entsteht ein attraktives Umfeld für Unternehmen, die ihre digitalen Geschäftsmodelle weiterentwickeln möchten und auf kurze Wege zu leistungsfähigen Netzknoten angewiesen sind. Dadurch steigt die Vielfalt an Branchen, die sich in der Region niederlassen. Gleichzeitig stärkt eine solche Infrastruktur auch Forschungseinrichtungen, die für datenintensive Projekte auf verlässliche Rechenleistung angewiesen sind. FRA20 wirkt somit wie ein Multiplikator, der wirtschaftliche Impulse setzt und den Standort in einem europäischen Wettbewerb positioniert, in dem digitale Kapazitäten längst als entscheidender Faktor gelten.
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Bauarbeiten laufen
Digital Realty bekommt 2027 das FRA20-Rechenzentrum
